Das Edelmetall Platin

    Das Edelmetall Platin zeichnen sich durch eine hohe Reinheit aus. Platin ist ein Rein-Weißes Edelmetall, ohne jegliche Verfärbung und durch seine Beschaffenheit besonders robust und langlebig, sehr wertvoll und exklusiv. Das Edelmetall ist vom Material her und von der Verarbeitung erheblich teurer als Gold bzw. Weißgold. Eine weitere positive Eigenschaft ist die hohe Korrosionsbeständigkeit.

    Erstmals in Europa trat Platin vor etwa 250 Jahren in Erscheinung, als ein italienischer Wissenschaftler eine Beschreibung dieses weißen Metalls anfertigte. Lange Zeit galt das Edelmetall nur als lästiger Begleitstoff bei der Goldsuche. So wurde Platin gar von spanischen Kolonisten, die sich als Goldsucher betätigten, als unfertiges Gold angesehen, welches direkt wieder zurück in den Fluss wanderte. Doch die Geschichte von Platin bzw. der Verwendung von Platin durch den Menschen reicht zurück bis in das alte Ägypten. In Grabkammern und bei Ausgrabungen am Nil wurden Schmuckstücke mit Platingehalt entdeckt, welche aus dem Zeitraum 3000 v. Chr. stammen. Aber auch die Hochkulturen in Südamerika nutzten die stofflichen Eigenschaften von Platin beispielsweise bei der Schmelzung von Gold.

    Der Abbau von Platin beschränkt sich vornehmlich auf sechs große Förderländer (Südafrika, Russland, Kanada, Vereinigte Staaten, Kolumbien und Simbabwe). Wobei Südafrika mit einer Förderung von mehr als 140 t im Jahr deutlich vor den Abbauzahlen der anderen Förderländer liegt. Im Gegensatz zu früheren Jahren werden kaum noch metallische Platinelemente gefunden. Viel mehr handelt es sich bei Platinfunden um so genannte Nebenprodukte bei der Förderung anderer Bodenschätze. Zum Teil werden Förderreserven von den Abbaugesellschaften nicht aktiviert, um den Preis von des Edelmetalls stabil zu halten. Wobei in den letzten Jahren der Platinpreis ständig gestiegen ist und im Jahr 2008 eine Platin-Unze zeitweise mit 2308,80 US-Dollar gehandelt wurde, was deutlich über dem gehandelten Preis für eine Feinunze Gold lag. Nur für das noch deutlich seltenere Rhodium wird auf dem Weltmarkt höhere Preise erzielt.